Vollständiger Abstract
Worum geht es in dieser Arbeit?
Digitalisierung ist eines der zentralen Themen bei der Reorganisation öffentlicher Verwaltungen. Diverse Forschungen und Praxisberichte zeigen jedoch, dass die Digitalisierungsprozesse häufig kompliziert verlaufen und nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen. In diesem Papier diskutieren wir, was die Komplexität der Digitalisierung in öffentlichen Verwaltungen ausmacht. Da das Ziel von Verwaltungsdigitalisierung üblicherweise die Lösung eines Verwaltungsproblems darstellt, beschreiben wir sie als mehrdimensionale Problem-Lösung-Konstellationen. Am Beispiel einer empirischen Untersuchung in einer Einbürgerungsstelle zeigen wir, wie diese Konstellationen sich aus gesellschaftlichen Erwartungen, heterogenen Akteuren mit ihren Problem- und Lösungsvorstellungen, der Differenz von Erwartungen und Handlungen sowie technologischen Systemen mit eingeschriebenen Problem-Lösungsvorstellungen zusammensetzen. Entlang dieser Dimensionen öffnen sich Konfliktlinien, die zu typischen Missverständnissen führen und die öffentliche Verwaltung in ihrer Aufgabe der Daseinsvorsorge grundlegend herausfordern.
Bibliografischer Nachweis
Publikationsdaten
- Autor:innen
- Irina Zakharova, Stefanie Büchner
- Quelle
- dms – der moderne staat – Zeitschrift für Public Policy Recht und Management
- Publikation
- 2026-01-01
- Band / Ausgabe
- Nicht angegeben
- Seiten
- Nicht angegeben
- ISSN / ISBN
- 1865-7192, 2196-1395
- Zitationen
- 0 laut Crossref
- Referenzen
- 0 hinterlegt
Zitieren
Zitierfähiger Nachweis
Irina Zakharova, Stefanie Büchner (2026). Verwaltungsdigitalisierung und ihre Missverständnisse: Mehrdimensionale Problem-Lösung-Konstellationen im organisationalen Wandel (online first). dms – der moderne staat – Zeitschrift für Public Policy Recht und Management. https://doi.org/10.3224/dms.vxix.442246